Allerheiligenmesse/Herbstmesse

Jedes Jahr im Herbst findet auf dem Würzburger Markt traditionell die Allerheiligenmesse, auch "Häfelesmess" genannt, statt.

Im Fränkischen wird ein Topf oder eine Tasse mitunder auch als "Häfele" bezeichnet. Auf der Häfeles-Verkaufsmesse gibt es neben Töpfen und Tassen, zahlreiche Verkaufstände die neben kulinarischen Highlights auch interessante Waren, wie Lammfellschuhe, Pfannen und Kinderspielzeug anbieten. Für Groß und Klein ist es ein Riesenspaß, über die Häfelesmess zu bummeln.

Die Allerheiligenmesse ist die einzige der drei Verkaufsmessen in Würzburg, deren Geburtstag genau bekannt ist. Zwar ist keine Urkunde mit feierlichem Text der Messeverleihung erhalten geblieben, die nur der deutsche König vornehmen konnte, dafür existiert aber ein Brief vom 21. September 1227. Diesen ließ König Heinrich VII aus der  Kaiserpfalz Wimpfen an die Stadt Regensburg schreiben, worin er zum Messebesuch ermuntert.

Die Messe wurde unter Bischof Hermann von Lodeburg (1225-1254) eingeführt. Seit 1227 bauten die fahrenden Händler und Kaufläute ihre Buden und Stände vor dem Dom zur Domstraße auf der zweitältesten Messe (nach der Kilianimesse) hin auf.

Passend zur Herbstmesse findet am ersten Wochenende auch jeweils der Mantelsonntag statt.

 

 

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